Halloween

Guten Tag, meine Lieben!

An einem der letzten Wochenenden feierte meine Freundin Gertrud aus Bad Salzuflen ihren Geburtstag bei mir in Gumtow. Es war der 31. Oktober, also Reformationstag – auf neudeutsch Halloween. An diesem Abend ziehen auch in Gumtow verkleidete Kinder durch die Straßen, klingeln, sagen „Gib uns Süßes, sonst gibt´s Saures“ (sehr geistreich) und bekommen Süßigkeiten. Ich hatte mir eine Tüte voller Bonbons zurechtgelegt und ging hinaus, wenn es klingelte. Dabei hatte ich im Dunkeln nicht gesehen, dass Stella mit hinaus-, aber nicht wieder mit hineingekommen war. Plötzlich ging das Telefon: “Renate, dein Hund sitzt vor dem Tor!“ Da saß sie tatsächlich und grämte sich, sie bellt ja nicht wie andere Hunde, um sich bemerkbar zu machen. Sie schmiss sich in ihren Korb und sah mich vorwurfsvoll an – wie konnte ich sie vor dem Tor vergessen! Das Telefon ging nochmal: „Dein Hund ist draußen, hoffentlich läuft er nicht vor ein Auto!“  “Danke, sehr lieb”, entgegnete ich, “ist schon erledigt.” Bei der Lautstärke im Haus – wegen der Feierei – hörte ich manchmal das Klingeln nicht, aber als ich wieder hinausmusste, fragten die Kinder: “Ist Stella wieder da?“

Ihr seht, man hat ein Auge auf mich (bzw. auf meinen Hund), das ist sehr beruhigend, finde ich.

Ich hoffe, dass es auch in eurem Leben Menschen gibt, die auf euch achten – macht´s gut, eure Renate

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