Archive for Rund um Gumtow

Abendmusik

Hello again – ich habe vergessen, euch von einem Abend-Gottesdienst zu erzählen, der an einem der letzten Sonntage in der Gumtower Kirche stattfand. Er begann mit einer Erwachsenen-Taufe, das war etwas Neues für mich. Den Rest auch noch lesen »

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Sommerzeit – Besuchszeit

Meine Lieben,

es ist Ferienzeit, und es hat sich viel Freundes- und Familienbesuch angekündigt, das werden abwechslungsreiche Wochen! Zunächst aber bin ich zum Friseur und sagte meiner Friseurin (Friseuse sagt man nicht mehr), sie könne bei der Hitze ruhig ein wenig mehr abschneiden; was sie mir aber für einen Sommerschnitt verpasst hat, habe ich erst zuhause gesehen: ich sehe jetzt eher spitzbübisch als großmütterlich aus! Den Rest auch noch lesen »

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Frühlingstrost

Hallo Fans!

Mir scheint, dass ich euch bei diesem grauslichen Wetter ein wenig aufmuntern muss: es gibt trotz Sturmtief und Schneeregen sichere Anzeichen dafür, dass der Frühling sich sozusagen inkognito anschleicht! Den Rest auch noch lesen »

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Erfolgserlebnis in Gumtow

Hallo, meine Lieben!

Der „Runde Tisch” unserer Bürgerinitiative war ein toller Erfolg!

Die geladenen Mandatsträger waren fast vollständig erschienen – „eine so hochkarätige Veranstaltung hat in Gumtow noch nie stattgefunden” – erklärte unser Bürgermeister stolz; auch zahlreiche interessierte Zuhörer waren gekommen. Nachdem der Sprecher unserer BI (Kürzel für Bürgerinitiative) unser Anliegen vorgetragen und begründet hatte, begann eine zugleich sachliche und sehr einvernehmliche Diskussion, die mit der Abfassung einer Resolution an den Deutschen Bundestag endete, des Inhalts, dass in Zukunft grundsätzlich zumindest alle Freileitungen bis zu 150 kV erdverkabelt werden sollen.

Das Schöne war die entspannte und fast lockere Atmosphäre und dass alle Anwesenden das Anliegen befürworteten, ohne dass überhaupt noch Überzeugungsarbeit geleistet werden musste… und ich bin ein bisschen stolz darauf, dass es auch ein wenig mir zu verdanken ist, dass diese tolle Sache in Gumtow stattgefunden hat, in meinem kleinen Dorf…

Jetzt mal Spaß beiseite!  Ich werde mich mindestens eine Woche lang nicht melden, weil am Wochenende und während der nächsten Woche die Feierlichkeiten zu meinem Geburtstag stattfinden. Wer so viele Jahre auf dem Buckel hat wie ich, der muss auch mehrere Tage lang feiern. Ich erzähle euch dann, was ich alles veranstaltet habe.

Ich geh´jetzt schlafen; ich wünsche euch den Frieden der Nacht. Eure Renate

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Bürgerinitiative

Hallo Freunde!

Heute komme ich euch mit einer ernsten Sache: ich bin Mitglied der Bürgerinitiative „Hochspannung tief legen”. Dazu muss ich euch erst einiges über die Prignitz berichten:

Die Landschaft ist dünn besiedelt, flach oder leicht hügelig mit weiten Feldern, Wäldchen und kleinen Dörfern. Es ist ein landwirtschaftlich geprägtes Land; nach der Wiedervereinigung hat ein starker Wandel eingesetzt. Viele junge Leute sind der Arbeit nachgefolgt, die älteren blieben zurück und gleichzeitig sind viele Menschen aus der Unruhe der Städte hierher gezogen – so wie wir -. Viele von den Zugezogenen beteiligen sich rege am dörflichen Leben.

Es gibt zahlreiche Windräder in dieser Gegend, die aufgrund des flachen Landes weithin sichtbar sind. Der damit erzeugte Strom wird hier gar nicht ganz verbraucht, sondern größtenteils weitergeleitet.  Gottlob ist Gumtow als „windarmes Gebiet” ausgewiesen, so dass es hier kein Windrad gibt. Nun will der für diese Gegend zuständige Energieversorger eine 110-kV-Hochspannungsleitung 60 km lang durch unsere schöne Landschaft verlegen, um den Strom der Windräder weiter transportieren zu können.

Die Bürgerinitiative richtet sich nicht grundsätzlich gegen die Hochspannungsleitung (obwohl der Nachweis fehlt, dass sie überhaupt benötigt wird), sondern wir kämpfen dafür, dass sie als Erdkabel verlegt wird. Das soll angeblich teurer sein, ist aber unserer Meinung nach nur mit äußerst geringen Kosten für die Endverbraucher verbunden.

Wir möchten einfach nicht, dass diese Landschaft weiter technisch überfremdet wird. Hochspannungsleitungen können gesundheitliche Auswirkungen auf Mensch und Tier haben und wirken sich zudem noch sehr negativ auf den Wert von Immobilien und Grundstücken aus.

Die Prignitz braucht die Fürsorge ihrer Bewohner, da sie ohnehin schon vernachlässigt wird. Die Devise der brandenburgischen Regierung lautet: „Stärken stärken” – also ohnehin schon prosperierende Gebiete noch mehr fördern – aber was heißt das im Umkehrschluss?

Ich fürchte, ich langweile euch, aber mir ist die Sache wichtig. Morgen, am 11. Februar,  findet hier im Gumtow ein sog. „Runder Tisch” statt, zu dem unsere Bürgerinitiative Minister, Landräte, Bürgermeister, Verbände usw. eingeladen hat. Wir möchten auf unser Anliegen aufmerksam machen und erreichen, dass Hochspannungsleitungen bis 150 kV grundsätzlich per Gesetz erdverkabelt werden.

Drückt uns die Daumen, dass wir Gehör finden! Eure Renate

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Dorfgemeinschaft

Hallo Leute !

Da ihr nun wisst, wo Gumtow auf der Karte liegt, sag´ich euch, was Gumtow ist:

Hier spiegelt sich alles wieder, was unter uns Menschen überall vor sich geht: Freundschaft und Abneigung, Getratsche und Streit, Neid und Missgunst, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, Geburt und Tod.

Gumtow ist eben überall.

Für mich ist Gumtow eine kleine Dorfgemeinschaft von Freunden und Nachbarn, ein Ort der Geborgenheit.

Ich lebe hier mit Stella, einer großen, schönen schwarz-braun-gelben Hündin, in der das Beste aus vielen Brandenburger Rassen vereint ist; ein bisschen träge ist sie, aber lieb. Sie hat zwei Fehler: sie mag nicht alleine sein, was für mich sehr lästig ist, und sie mag keine anderen Hündinnen (und das Dorf ist voll davon !)

Dann gibt es noch meine beiden Gänse Ali und Clara.  Ali ist eine Grau- bzw. Pommerngans, Clara ist weiß bis auf eine graue Schwanzfeder. Obwohl sie ein großes Gehege haben, würde ich sie trotzdem gerne frei laufen lassen, aber sie kommen dann sofort Richtung Haus und Terrasse (Hausgänse eben), was ich aber angesichts ihrer Hinterlassenschaften nicht mag. Der Innenhof ist mein vergrößertes Wohnzimmer, da mag ich keine Gänsek…. Ja, und dann gibt es noch meine drei Schafe Mohrchen, Susi und Stummelschwänzchen. Ich habe sie im Herbst decken lassen und hoffe im März auf Lämmchen.

Gerade ruft meine Nachbarin unten im Flur: „Komm, ich hab´ eine neue Suppe versucht, probier´mal!” Aber subito!

Bis denne, Eure Renate

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Neues aus Gumtow

Hallo Leute!

Ihr kennt Gumtow nicht?? Dann schlagt mal schnell eure Autokarte auf und schaut bei der A 24 Hamburg – Berlin nach. Da gibt es z.B. die Abfahrt Neuruppin, von dort fahrt ihr mit dem Finger runter, bis ihr Kyritz findet. Das ist „Kyritz an der Knatter”! Jetzt seht ihr auch die B 5, die von Kyritz nach Perleberg verläuft, und an dieser B 5, die früher mal die Transitstrecke zwischen Hamburg und Berlin war, liegt Gumtow, ein kleines Dorf in der Prignitz. Wenn mein Enkel mich ärgern will, sagt er: „Oma, Gumtow ist doch nur eine Kreuzung mit Namen” – ein bisschen mehr ist es aber doch!

Die Gegend hier ist nicht spektakulär, nichts für die Liebe auf den ersten Blick, aber wenn im Frühjahr und Herbst die Wildgänse und Kraniche über den weiten Himmel ziehen, erschauerst du, wirst von Wehmut und Seelenschmerz ergriffen, aber auch von Freude.

Es ist ein Land für Aussteiger oder für Aufsteiger, je nachdem, ob du dir Träume erfüllen oder Visionen wahr werden lassen willst. Wir sind hier, weil wir uns einen Traum erfüllt haben.

Darüber erzähl´ ich euch bald mehr! Eure Renate

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