Doppelkopf

Hallo, meine Lieben!

In Berlin und Brandenburg sind in dieser Woche Winterferien, deshalb sind Angela und Hardy mit den drei Kindern für ein paar Tage bei mir. Fragt nicht, wie es im Haus aussieht, aber das wiegt bei weitem nicht so schwer wie die Freude über den Besuch und die Enkel.

Immer, wenn Angela da ist, bitten wir unsere Freunde Sonja und Bernhard, an einem Abend zum Kartenspielen zu kommen. Sonja und Bernhard bewirtschaften in ca. 3 km Entfernung einen wunderbaren Bauernhof, der in einer einmaligen Lage weithin sichtbar liegt. Wir haben die beiden erst vor ungefähr 4 Jahren kennen gelernt und in dieser Zeit eine beständige Freundschaft aufgebaut. Sie haben mir schon sehr zur Seite gestanden. Sie sind zufällig aus Westfalen wie wir, so dass es viele Gemeinsamkeiten gibt.

Nach dem Abendbrot werden die Kinder zu Bett gebracht und dann spielen wir Doppelkopf. Ich beherrsche das Spiel noch nicht ganz sicher und muss noch viel fragen, aber Sonja und Bernhard und auch Angela spielen sehr gut; Hardy ist auch noch in der Lernphase, aber weiter als ich. Was eine  Gemeinsamkeit der Westfalen angeht, ist das die Vorliebe für gepflegtes kaltes Bier, der vor allem Bernhard und ich an so einem Kartenabend frönen.

Auch gestern Abend haben wir wieder viel Spaß gehabt, uns alles mögliche erzählt und lustige Geschichten aus unseren alten Wohnorten („Vertellekes”) berichtet. Zwar habe ich beim Spiel wieder verloren, aber das macht nichts, so ein Abend mit Freunden ist einfach wunderschön.

Ich hoffe, ihr habt viele Freunde! Es grüßt euch eure Renate

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Dorfgemeinschaft

Hallo Leute !

Da ihr nun wisst, wo Gumtow auf der Karte liegt, sag´ich euch, was Gumtow ist:

Hier spiegelt sich alles wieder, was unter uns Menschen überall vor sich geht: Freundschaft und Abneigung, Getratsche und Streit, Neid und Missgunst, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, Geburt und Tod.

Gumtow ist eben überall.

Für mich ist Gumtow eine kleine Dorfgemeinschaft von Freunden und Nachbarn, ein Ort der Geborgenheit.

Ich lebe hier mit Stella, einer großen, schönen schwarz-braun-gelben Hündin, in der das Beste aus vielen Brandenburger Rassen vereint ist; ein bisschen träge ist sie, aber lieb. Sie hat zwei Fehler: sie mag nicht alleine sein, was für mich sehr lästig ist, und sie mag keine anderen Hündinnen (und das Dorf ist voll davon !)

Dann gibt es noch meine beiden Gänse Ali und Clara.  Ali ist eine Grau- bzw. Pommerngans, Clara ist weiß bis auf eine graue Schwanzfeder. Obwohl sie ein großes Gehege haben, würde ich sie trotzdem gerne frei laufen lassen, aber sie kommen dann sofort Richtung Haus und Terrasse (Hausgänse eben), was ich aber angesichts ihrer Hinterlassenschaften nicht mag. Der Innenhof ist mein vergrößertes Wohnzimmer, da mag ich keine Gänsek…. Ja, und dann gibt es noch meine drei Schafe Mohrchen, Susi und Stummelschwänzchen. Ich habe sie im Herbst decken lassen und hoffe im März auf Lämmchen.

Gerade ruft meine Nachbarin unten im Flur: „Komm, ich hab´ eine neue Suppe versucht, probier´mal!” Aber subito!

Bis denne, Eure Renate

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