Februar 5, 2009
· einsortiert in Leben in der Prignitz, Über Mensch und Tier
Hallo, meine Lieben!
Hab´ euch einige Zeit nichts berichten können, weil ich Streit mit meinem Rechner hatte, in dem ich die Unterlegene war. Schwiegersohn Hardy hat die Sache mit wenigen Mausklicken erledigt und sich mir gegenüber ein mitleidiges Lächeln verkniffen – gut erzogen eben, der Junge.
Ich hatte euch doch davon berichtet, dass ich als landwirtschaftliche Unternehmerin in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung bin; beinahe hätte ich sie in Anspruch nehmen müssen: Einmal in der Woche miste ich den Gänsestall aus (Tiere machen nicht nur Freude!) und fahre den Mist mit einer Schubkarre auf einen kleinen Hügel am Rande der Schafwiese, um ihn dort abzukippen. Dabei sause ich zur körperlichen Ertüchtigung immer ganz schnell mit der Karre auf den höchsten Punkt des Hügels und kippe sie dort ab. Hat auch wieder prima geklappt, nur beim ‘runtergehen hat´s mir dann die Füße weggehauen, und ich bin mit voller Wucht mit dem Rücken auf den steinhart gefrorenen Boden geknallt. Ich lag dort wie ein Käfer auf dem Rücken und stöhnte. Die Köpfe der grasenden Schafe ruckten hoch, und sogar Stella setzte ihre 40 kg in Schwung und kam über die Wiese gebrettert, um zu schauen, was Frauchen wieder Lustiges angestellt hatte.
Gottlob blieb die Karre oben; ich schlich mit ihr zurück auf den Hof, erledigte schnell die Restarbeiten und verzog mich in die Geborgenheit meines Hauses.
Zu diesem Zeitpunkt war niemand da und mir kam wieder einmal zu Bewusstsein, dass ich nicht mehr unbegrenzte Zeit alleine hier leben kann.
Ich habe mir nur dem Rücken geprellt, ist nicht so schlimm, muss leider nicht an die Versicherung heran.
Passt auf euch auf! Eure Renate
Januar 25, 2009
· einsortiert in Über Mensch und Tier
Hallo, liebe Leute!
Stellt euch vor, ich habe einen landwirtschaftlichen Betrieb!
Im vergangenen Jahr habe ich meine dem Staat bis dahin unbekannten Schafe pflichtbewusst gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen, hat auch alles gut geklappt, die Kosten wurden erstattet usw. Aber nun haben sie mich am Wickel, meinen gesamten Tierbestand musste ich angeben und wie groß das Gelände ist (wussten sie aber alles schon). Dann hat sich die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft gemeldet, ich hatte für die landwirtschaftliche Unfallversicherung Beiträge zu zahlen – rückwirkend für 5 Jahre. Nun muss ich jedes Jahr angeben, wie viel Tiere ich habe: 3 Schafe, 2 Gänse (Hund geht über die Gemeinde). Wie das klappt in Deutschland! Bin jetzt gegen Unfallfolgen im Betrieb versichert! Wenn ich mal im Garten umknicke, sind die aber dran!
Schaut mal wieder ´rein! Eure Renate
Januar 24, 2009
· einsortiert in Rund um Gumtow
Hallo Leute !
Da ihr nun wisst, wo Gumtow auf der Karte liegt, sag´ich euch, was Gumtow ist:
Hier spiegelt sich alles wieder, was unter uns Menschen überall vor sich geht: Freundschaft und Abneigung, Getratsche und Streit, Neid und Missgunst, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, Geburt und Tod.
Gumtow ist eben überall.
Für mich ist Gumtow eine kleine Dorfgemeinschaft von Freunden und Nachbarn, ein Ort der Geborgenheit.
Ich lebe hier mit Stella, einer großen, schönen schwarz-braun-gelben Hündin, in der das Beste aus vielen Brandenburger Rassen vereint ist; ein bisschen träge ist sie, aber lieb. Sie hat zwei Fehler: sie mag nicht alleine sein, was für mich sehr lästig ist, und sie mag keine anderen Hündinnen (und das Dorf ist voll davon !)
Dann gibt es noch meine beiden Gänse Ali und Clara. Ali ist eine Grau- bzw. Pommerngans, Clara ist weiß bis auf eine graue Schwanzfeder. Obwohl sie ein großes Gehege haben, würde ich sie trotzdem gerne frei laufen lassen, aber sie kommen dann sofort Richtung Haus und Terrasse (Hausgänse eben), was ich aber angesichts ihrer Hinterlassenschaften nicht mag. Der Innenhof ist mein vergrößertes Wohnzimmer, da mag ich keine Gänsek…. Ja, und dann gibt es noch meine drei Schafe Mohrchen, Susi und Stummelschwänzchen. Ich habe sie im Herbst decken lassen und hoffe im März auf Lämmchen.
Gerade ruft meine Nachbarin unten im Flur: „Komm, ich hab´ eine neue Suppe versucht, probier´mal!” Aber subito!
Bis denne, Eure Renate